Onlineberatung – zur digitalen Ausdifferenzierung von Beratung

Autor/innen

  • Richard Reindl

Schlagworte:

Onlineberatung, Internet, computervermittelte Kommunikation, digitale Ungleichheit

Abstract

Der quantitativ und qualitativ zunehmenden Bedeutung der Onlineberatung insb. in Deutschland wird einmal nicht unter dem Gesichtspunkt der Unterschiede zur Präsenzberatung nachgegangen, sondern stattdessen wird deren eigenständiger Beitrag zu einer digitalen Erweiterung von Beratung aufgezeigt. Dabei kommen neben den Nutzungszahlen und den Formen der Onlineberatung die bisher vorliegenden Ergebnisse zur Wirkung von Onlineberatung zur Sprache. Dass diese noch auf einen erheblichen Forschungsbedarf verweisen, überrascht angesichts der noch jungen Geschichte der Onlineberatung nicht. Die vorläufigen Erkenntnisse weisen auf die Erschließung neuer Zielgruppen für Beratung hin ebenso wie sie die Vergleichbarkeit der Wirkung von Onlineberatung mit herkömmlichen Beratungssettings betonen. Darüber hinaus zeigen neuere Forschungen zur digitalen Ungleichheit den zugangssteuernden Einfluss formaler Bildung bei der Nutzung sozialer Unterstützung im Internet, so dass diese Form der internetgestützten Beratung ihr demokratisierendes Potential erst noch entfalten muss. Dennoch: Beratung online boomt und erzeugt hybride Beratungssettings, die Präsenz- und Onlineberatung mehr und mehr miteinander verschränken.

Downloads

Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Reindl, R. (2012). Onlineberatung – zur digitalen Ausdifferenzierung von Beratung. Journal für Psychologie, 17(1). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/150