Das Mathem der Macht. Spekulation und Verschulden politischen Sprechens

Autor/innen

  • Harald Strauß

Abstract

In der wechselseitigen Spiegelung von zeichentheoretischen Erkenntnissen mit zentralen Elementen der Philosophie Kants ergibt sich eine veränderte Perspektive auf die Rolle der Sprache in Emanzipationsprozessen. Die Unmöglichkeit sowohl von Letztbegründung wie relativistischem Opportunismus wird zur Möglichkeit eines ethos der Kommunikation gewendet, die ihre Kraft gerade aus dem Mangel der Herrschaftsinstanz zieht. Hiermit verbindet sich die Einsicht in die Funktionsweise der Herrschaft, die auf Grundlage der Verpflichtung zur symbolischen Rückerstattung den Äquivalententausch als gerechte Ordnung inszeniert. Das berechenbare Moment dieser Inszenierung beruht, so die These, auf einem Mathem der Macht, dem jedoch Herrschende selbst erliegen. In Verbindung mit einer Relektüre der Begriffe des Schönen und des Erhabenen ergeben sich hieraus neue Perspektiven für die Kritik an Herrschaft.

Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Strauß, H. (2012). Das Mathem der Macht. Spekulation und Verschulden politischen Sprechens. Journal für Psychologie, 19(1). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/16