Hybride Objekte verbinden Personen und Generationen

Autor/innen

  • Franz Breuer

Schlagworte:

Hybridstrukturen, persönliche Objekte, Vorgänger – Nachfolger, transgenerationale Weitergabe, Nachfolge in Familienunternehmen, Trauer, Transzendenz

Abstract

In diesem Aufsatz wird die »magische« Sinnaufladung von Objekten und deren Involvierung in soziale Zusammenhänge, Bedeutungs- und Handlungskontexte behandelt, so dass sie zu personalen Hybridstrukturen gestaltet werden. Dinge können Ausdruck einer Person sein, die diese hervorgebracht, gestaltet hat und besitzt. Bei einem Besitz-Wechsel (Vorgänger-Nachfolger-Übergang) oder beim Abtritt eines Besitzers oder einer Besitzerin z.B. durch Ruhestand oder Sterben kann diese/r durch seine/ihre personal geprägten dinglichen Hinterlassenschaften fortwährende Wirkung in der Nachwelt entfalten. Diese transgenerationalen Verbindungen werden in den alltagsweltlichen Bereichen Unternehmensweitergabe, Erben und Trauern/Gedenken illustriert. Es wird deutlich gemacht, dass in diesen Zusammenhängen existenzielle Fragen des Weiterlebens, der Bindung an die Vergangenheit sowie der Un-/Sterblichkeit ausgehandelt werden. In Form eines sozialwissenschaftlichen Essays wird versucht, ein theoretisch wie alltagsweltlich bedeutsames Problem hinsichtlich seines phänomenalen Zuschnitts und seiner Begrifflichkeiten neu zu dimensionalisieren.

Autor/innen-Biografie

Franz Breuer

Prof. Dr., Institut für Psychologie der Universität Münster. Aktuelle Arbeitsschwerpunkte: Qualitative Methoden (v.a. Grounded Theory), Probleme des Alterns, Vorgänger-Nachfolger-Übergänge, Sterben und Trauern.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Breuer, F. (2012). Hybride Objekte verbinden Personen und Generationen. Journal für Psychologie, 21(2). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/267