Geschichtsbewusstsein intergenerational

Autor/innen

  • Carlos Kölbl
  • Anna Schrack

Schlagworte:

Geschichtsbewusstsein, Intergenerationalität, genetischer Strukturalismus, kulturhistorische Schule, NS-Geschichte, Medien historischer Repräsentation, Identitätsbildung, epistemische Operationen

Abstract

Der Artikel kreist in begrifflich-theoretischer und empirischer Perspektive um die Frage, was »Geschichtsbewusstsein intergenerational« heißen kann. Dazu werden das Konstrukt eines personalen Geschichtsbewusstseins sowie – unter Rekurs auf den genetischen Strukturalismus und die Psychologie der kulturhistorischen Schule – Konstituenten einer Entwicklungstheorie historischer Sinnbildung expliziert. Die begrifflich-theoretischen Explikationen werden sodann daraufhin diskutiert, in welchen Hinsichten in ihnen Intergenerationalität eine Rolle spielt. In einem weiteren Schritt werden empirische Erkundungen zu einem Phänomenfeld vorgestellt, in dem zumindest hierzulande Intergenerationalität einen prominenten Status inne hat: die NS-Geschichte im Geschichtsbewusstsein. Die entsprechenden empirischen Rekonstruktionen betreffen insbesondere Medien historischer Repräsentation, Aspekte der Identitätsbildung und grundlegende epistemische Operationen. Abschließend werden Perspektiven für die weitere empirische Forschung skizziert.

Autor/innen-Biografien

Carlos Kölbl

Professor für Pädagogische Psychologie an der Universität Bayreuth. Arbeitsschwerpunkte: Interkulturelles Lehren und Lernen; historische Sinnbildungsprozesse im Kindes- und Jugendalter; qualitative Forschung.

Anna Schrack

Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Psychologie der Universität Bayreuth. Arbeitsschwerpunkte: Geschichtsbewusstsein von Migrantinnen und Migranten; Identitätstheorien; qualitative Forschung.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Kölbl, C., & Schrack, A. (2012). Geschichtsbewusstsein intergenerational. Journal für Psychologie, 21(2). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/269