Von reizbaren Maschinen und empfindsamen Geistern: Körperbilder und Seelenmetaphern im Zeitalter von Aufklärung und Industrialisierung

Autor/innen

  • Martin Wieser

Schlagworte:

Geschichte der Psychologie, Philosophie der Psychologie, Metaphern der Psychologie, Mechanizismus, Körperbilder, Seelenmetaphern

Abstract

Auf der Suche nach den historischen Wurzeln der zeitgenössischen Leitmetaphern psychologischer Forschung und Theorie eröffnet diese Arbeit eine ideengeschichtliche Perspektivierung und Relativierung abendländischer Körper- und Seelenbilder. Der Fokus wird dabei auf die frühaufklärerischen rationalistischen und technizistischen Ursprünge der Physiologie und Psychologie des 19. Jahrhunderts gelegt. Anhand Philipp Sarasins Analyse des Hygienediskurses wird im Weiteren die populärwissenschaftliche Rezeption der »reizbaren Maschine« als wesentliches Element eines sich in der Aufklärung formierenden, männlich-bürgerlichen Körperverständnisses einbezogen. Der letzte Abschnitt bespricht die hintergründige Maschinenmetaphorik der frühen akademischen Psychologie anhand der Arbeiten von Herbart und Ebbinghaus, um die Breitenwirkung des mechanistischen Universalismus auch auf dem Gebiet der »empirischen Seelenlehre« aufzuzeigen.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Wieser, Martin. 2012. „Von Reizbaren Maschinen Und Empfindsamen Geistern: Körperbilder Und Seelenmetaphern Im Zeitalter Von Aufklärung Und Industrialisierung“. Journal für Psychologie 18 (3). https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/36.