Wie grundlegend ist die Allgemeine Psychologie für die Psychologie,wie grundlegend sollte sie sein?

Autor/innen

  • Wolfgang Mack

DOI:

https://doi.org/10.30820/8247.04

Schlagworte:

Allgemeine Psychologie, Informationsverarbeitungsparadigma, Zeichen, Semiotik, computationale Theorie des Geistes (CTM)

Abstract

In dem Beitrag wird versucht, die Allgemeine Psychologie im deutschsprachigen Raum kritisch dahingehend zu analysieren, ob sie als zentrales Grundlagenfach den anderen psychologischen Teilfächern die theoretischen Grundlagen bietet. Dazu gehören auch die erkenntnistheoretische Rahmung und die Explikation der ontologischen Verpflichtungen. Anhand zweier ausgewählter Texte, denen man eine gewisse Repräsentativität für das Selbstverständnis der Allgemeinen Psychologie unterstellen kann, wird gezeigt, dass die Allgemeine Psychologie dominant auf das Verständnis des Psychischen als Informationsverarbeitung festgelegt ist. Es soll gezeigt werden, dass es sich um eine auf die syntaktische Zeichendimension verkürzte semiotische Perspektive handelt. Soll die Allgemeine Psychologie grundlegend sein, muss sie diese Perspektive so erweitern, dass Psychisches als Zeichenprozess auch mit der pragmatischen und semantischen Dimension erkenntnistheoretisch und ontologisch fundiert wird. Dazu werden einige Argumente präsentiert.

Autor/innen-Biografie

Wolfgang Mack

Wolfgang Mack, Univ.-Prof., Dr. phil., Dipl.-Psych. (Univ.), ist Universitätsprofessor für Allgemeine Psychologie am Institut für Psychologie der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität der Bundeswehr München. Arbeitsschwerpunkte: Multitasking, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, numerische Kognition, Geschichte der Psychologie, Philosophische Psychologie.

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Veröffentlicht

24.07.2018

Zitationsvorschlag

Mack, W. (2018). Wie grundlegend ist die Allgemeine Psychologie für die Psychologie,wie grundlegend sollte sie sein?. Journal für Psychologie, 26(1), 49–73. https://doi.org/10.30820/8247.04