»Und dann hab’ ich gemerkt, wie viel Spaß das auch macht«

Autor/innen

  • Rebecca Maskos

DOI:

https://doi.org/10.30820/8248.04

Schlagworte:

Schüsselwörter, Rollstuhl, Hilfsmittelakzeptanz, Technik, Stigma, ableism, Behinderung, soziale Konstruktion

Abstract

Rollstühle sind Fortbewegungsmittel. Sie haben vier Räder, einen Metallrahmen und einen Stoffbezug mit Polster. Rollstühle sind praktisch und nützlich – eigentlich. Doch in dominanten Diskursen zu Behinderung umgibt Rollstühle ein Nimbus des Problems, der Angst, des sozial Alarmierenden. Rollstühle signalisieren etwas, z.B. Passivität, Gefangensein und Abhängigkeit. Demgegenüber stehen Diskurse, die Rollstühle als befreiende, alltägliche und einverleibte Hilfsmittel sehen, die ein selbstbestimmtes Leben (wieder) ermöglichen. Dennoch zögern viele stark gehbeeinträchtigte Menschen Jahre, bevor sie sich für die Nutzung eines Rollstuhls entscheiden. Dieser Beitrag beschäftigt sich mit Prozessen der Aneignung von Rollstühlen und ihren gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Er schließt vorläufige Ergebnisse einer qualitativen Befragung gehbeeinträchtigter Menschen mit ein und geht Diskursen im Kontext von Disziplinierung und einer Verinnerlichung von Stigma und »ableism« nach.

Autor/innen-Biografie

Rebecca Maskos

Rebecca Maskos, Dipl.-Psych., ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule Bremen, Fakultät Gesellschaftswissenschaften, und schreibt ihre Dissertation im Bereich Disability Studies.

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Veröffentlicht

21.11.2018

Zitationsvorschlag

Maskos, R. (2018). »Und dann hab’ ich gemerkt, wie viel Spaß das auch macht«. Journal für Psychologie, 26(2), 50–74. https://doi.org/10.30820/8248.04