Trauma und posttraumatische Belastungsstörung unter kulturtheoretischer Betrachtung

Autor/innen

  • Olga Kostoula

Schlagworte:

Trauma, posttraumatische Belastungsstörung, Kulturtheorie, Kulturgebundenheit, kultursensible Traumainterventionen

Abstract

Unterschiedliche Arten von Naturkatastrophen und Gewalt sowie von globalen Migrationsbewegungen führen zur Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit Traumafolgen in kulturell diversen Bevölkerungsgruppen. Kulturelle Dimensionen wurden in der PTBS-fokussierten Traumaforschung vernachlässigt oder inadäquat behandelt. Auch wenn epidemiologische Daten Evidenz für seine universelle Prävalenz liefern, lässt das PTSD-Konzept praxeologische Parameter von Kultur außer Betracht und ist an sich kulturgebunden. Diese Diskussion berührt auch methodologische Aspekte, die in Zusammenhang mit den Forschungstraditionen der beteiligten Disziplinen stehen. Aktuelle Zugänge streben die Überwindung konzeptioneller und methodologischer Einschränkungen an, die durch die Einbeziehung kulturwissenschaftlicher Erkenntnisse sichtbar werden. Der Status in Hinblick auf kultursensible Interventionen und Effektivitätsfragen in der klinischen Praxis weist jedoch weiteren Forschungsbedarf auf.

Autor/innen-Biografie

Olga Kostoula

Seit 2002 in einer Beratungsstelle für Flüchtlinge als klinische und Gesundheitspsychologin tätig sowie selbstständige Trainerin und Lektorin an der Universität Linz und der Fachhochschule Oberösterreich. Arbeitsschwerpunkte: Kulturpsychologie, Migration und Gesundheit, interkulturelle soziale Arbeit.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Kostoula, Olga. 2012. „Trauma Und Posttraumatische Belastungsstörung Unter Kulturtheoretischer Betrachtung“. Journal für Psychologie 19 (3). https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/87.