Mit Kindergartenkindern Medientechnologien ergründen: Alltägliche Lebensführung und subjektwissenschaftliche Technikforschung

Niklas A. Chimirri

Abstract


Der alltäglichen Nutzung von Medientechnologien liegen komplexe Interaktionsprozesse zugrunde. Eine Erforschung des Kind-Technik-Verhältnisses benötigt daher Konzepte, die der intersubjektiven und materiellen Beziehungshaftigkeit menschlichen Alltags gerecht werden. Das zuletzt verstärkt von der Kinderforschung aufgegriffene Konzept der alltäglichen Lebensführung unterstreicht die Zweiseitigkeit des Mensch-Welt-Verhältnisses, die sozio-materielle Vermitteltheit alltäglichen Lebens sowie die Gerichtetheit menschlicher Handlungen. Potenziell ermöglicht es dadurch eine Überwindung naheliegender einseitiger Erklärungen für die Kind-Technik-Interaktion. Der Beitrag bezieht in einem Kindergarten erhobenes Datenmaterial ein, um das Konzept der alltäglichen Lebensführung für eine subjektwissenschaftliche Technikforschung mit Kindern fruchtbar zu machen. Die hier vorgeschlagene Erweiterung betont die Relevanz einer präzisen Analyse materieller Anordnungen in den spezifischen Praxiszusammenhängen sowie die kollektive Gestaltung dieser Zusammenhänge durch Erziehende, akademisch Forschende und Kinder.

Schlagworte


alltägliche Lebensführung; subjektwissenschaftliche Medienforschung; Kind-Technik-Interaktion; transkontextuelle Kinderforschung; Partizipation von Kindern an gesellschaftlicher Praxis; materielle und intersubjektive Vermitteltheit kindlichen Handelns

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