Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken
Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung und In-der-Zeit-Sein zwischen Norm und Praxis
DOI:
https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-11Schlagworte:
Zeit, time work, Biographie, praxeologische Wissenssoziologie, dokumentarische MethodeAbstract
Dieser Beitrag entfaltet ein praxeologisch-wissenssoziologisches Modell von Verzeitlichung als sozialer Praxis und Modus von Biographisierungsprozessen. Der Fokus liegt auf impliziten Wissensbeständen, die in handlungspraktischer Auseinandersetzung mit Normen, Erwartungen, Anrufungen und Rahmenbedingungen generiert werden und zugleich Handlungspraxis fundieren. Damit können sozial-gesellschaftliche Vorstellungen von Zeit, Zeitverwendung, Lebensverläufen und Darstellungen von Zeit ebenso rekonstruiert werden wie die Logik der Praxis des Umgangs mit Zeit in Biographisierungspraktiken und die performative Verzeitlichungspraxis. Diese Perspektive wird in einer beispielhaften Interpretation von Ausschnitten biographischer Interviews eingenommen, um das Analysepotenzial einer solchen biographietheoretischen, praxeologisch-wissenssoziologischen Perspektivierung von Zeit und Verzeitlichung diskutieren zu können.
Zitationsvorschlag
Leinhos, Patrick. 2026. „Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken: Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung Und In-Der-Zeit-Sein Zwischen Norm Und Praxis“. Journal für Psychologie 34 (1):11-30. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-11.
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