Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken

Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung und In-der-Zeit-Sein zwischen Norm und Praxis

Autor/innen

  • Patrick Leinhos

DOI:

https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-11

Schlagworte:

Zeit, time work, Biographie, praxeologische Wissenssoziologie, dokumentarische Methode

Abstract

Dieser Beitrag entfaltet ein praxeologisch-wissenssoziologisches Modell von Verzeitlichung als sozialer Praxis und Modus von Biographisierungsprozessen. Der Fokus liegt auf impliziten Wissensbeständen, die in handlungspraktischer Auseinandersetzung mit Normen, Erwartungen, Anrufungen und Rahmenbedingungen generiert werden und zugleich Handlungspraxis fundieren. Damit können sozial-gesellschaftliche Vorstellungen von Zeit, Zeitverwendung, Lebensverläufen und Darstellungen von Zeit ebenso rekonstruiert werden wie die Logik der Praxis des Umgangs mit Zeit in Biographisierungspraktiken und die performative Verzeitlichungspraxis. Diese Perspektive wird in einer beispielhaften Interpretation von Ausschnitten biographischer Interviews eingenommen, um das Analysepotenzial einer solchen biographietheoretischen, praxeologisch-wissenssoziologischen Perspektivierung von Zeit und Verzeitlichung diskutieren zu können.

Autor/innen-Biografie

Patrick Leinhos

Patrick Leinhos, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pädagogik. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Arbeitsschwerpunkte: qualitative Forschungsmethod(ologi)en, Jugend- und Peerforschung, Engagementforschung, geschlechter- und queertheoretische Ansätze.
34143

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Zitationsvorschlag

Leinhos, Patrick. 2026. „Verzeitlichung in Biographisierungspraktiken: Zeiterleben, Zeitleben, Zeitbearbeitung Und In-Der-Zeit-Sein Zwischen Norm Und Praxis“. Journal für Psychologie 34 (1):11-30. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-11.