Arrangierte Kontingenz

Zur zeitlich-normativen Orientierung von Fridays for Future

Autor/innen

  • Kevin Maier

DOI:

https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-187

Schlagworte:

Zeitsoziologie, Wissenssoziologie, Normativität, Kontingenz, Utopie, ökologische Krise, Zeitimperativ

Abstract

Ausgangspunkt des Beitrags ist die Diagnose einer Krise zeitlicher Orientierung unter spätmodernen Bedingungen. Er untersucht, wie die Klimabewegung Fridays for Future auf diese Krise reagiert und dabei neue normative Maßstäbe setzt. Ausgehend von einer wissenssoziologischen Perspektive auf Zeit als einem normativen Ordnungsprinzip wird in einer Fallanalyse der Blogreihe »Sommer der Utopien« (Fridays for Future 2021) rekonstruiert, wie im Diskurs der Bewegung unterschiedliche Zeitmodi narrativ verknüpft werden. In ihrem Zusammenspiel entsteht die Fallstruktur einer arrangierten Kontingenz, in der Möglichkeiten und Verbindlichkeiten perspektivisch aufeinander bezogen werden. Als Ausdruck einer spätmodernen Suchbewegung nach zeitlicher Kohärenz unter Bedingungen radikaler Kontingenz lässt sich hieraus ein utopischer Zeitimperativ ableiten, der Kontingenz durch moralische und politische Verantwortlichkeit bearbeitbar macht.

Autor/innen-Biografie

Kevin Maier

Kevin Maier, M.A., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der RPTU Kaiserslautern-Landau. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Wissenssoziologie, Zeitsoziologie sowie der qualitativen Sozialforschung. Er promoviert zum Thema der normativen Strukturierung spätmoderner Zeitlichkeit.
34152

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Zitationsvorschlag

Maier, Kevin. 2026. „Arrangierte Kontingenz: Zur Zeitlich-Normativen Orientierung Von Fridays for Future“. Journal für Psychologie 34 (1):187-206. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-187.