Reflexive Beratung in einer Gesellschaft reflexiver Modernisierung: Theoretische Verortung und Veranschaulichung aus der Praxis

Autor/innen

  • Anita Pachner

Schlagworte:

Reflexivität, (Selbst‑)Reflexion, reflexive Modernisierung, Beratung, Erwachsenenbildung

Abstract

Der Beitrag geht der Frage nach, was reflexive Beratung in einer Gesellschaft reflexiver Modernisierung bedeutet. Dazu werden theoretische Befunde der Soziologie und der reflexiven Sozialpsychologie auf die Zeitdiagnosen einer reflexiven Modernisierung hin befragt. Systemtheorie und systemisch-konstruktivistische Pädagogik geben Aufschluss über die Konstrukte »Reflexivität« und »Reflexion«. Im Anschluss daran wird das Praxisfeld der Beratung und dabei insbesondere das der erwachsenenpädagogischen Weiterbildungsberatung beleuchtet. Die Ergebnisse der theoretischen Auseinandersetzung werden abschließend um die Sicht von Praktiker/innen der Weiterbildungsberatung ergänzt. Dazu werden erste Ergebnisse einer Studie vorgestellt, die Reflexivität und Reflexion gegenstandsverankert aus den Aussagen von Praktiker/innen der Erwachsenenbildung mit Schwerpunkt Beratung rekonstruieren will. Es zeigt sich, dass Beratung eine wichtige Stützfunktion zukommt in einer Gesellschaft, die mehr und mehr von Individualisierung und Unsicherheit geprägt ist. Reflexivität und Reflexion sind dabei wichtige Voraussetzungen für Lernen und Veränderung.

Autor/innen-Biografie

Anita Pachner

Dr. phil., vertritt im Wintersemester 2014/15 die Professur für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Arbeitsschwerpunkte: Erwachsenenbildung, lebenslanges und selbstgesteuertes Lernen, Lerntagebuch/Portfolio, Selbstreflexionskompetenz, empirische Bildungsforschung, interkulturelle Erwachsenenpädagogik

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Pachner, A. (2012). Reflexive Beratung in einer Gesellschaft reflexiver Modernisierung: Theoretische Verortung und Veranschaulichung aus der Praxis. Journal für Psychologie, 22(2). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/351