Ego-State-Therapie in der Psychotraumatologie

Autor/innen

  • Reiner Seibold

Schlagworte:

Komplextheorie, Dissoziation, Ego-State, Traumatherapie, Integration, Selbstanteile.

Abstract

Psychische Traumata führen häufig zu dissoziativer Spaltung des Selbst mit der Entstehung autonomer Persönlichkeitsanteile. Aber auch die Entwicklung der Persönlichkeit (Prägung) oder die Begegnung mit bedeutsamen Persönlichkeiten (Introjektion) lassen Anteile der Persönlichkeit entstehen, die bereits C.G. Jung (1995) als sogenannte Komplexe, später John und Helen Watkins (2003) als Egostates beschrieben. Die Ego-State-Theorie geht von einem multizentrischen Selbst aus, das durch Traumata fragmentiert werden kann. Die Ego-State-Therapie versucht, die einzelnen Anteile durch Aufbau einer wertschätzenden Beziehung zu ihnen und ihre Vernetzung miteinander in einem inneren Team zu integrieren. Dies ermöglicht vielfach eine Stabilisierung traumatisierter Patienten, aber auch die Traumabearbeitung ist in der Beziehung zu und zwischen den Ego-States sinnvoll möglich. Die Ego-State-Therapie wird an Hand von Fallbeispielen überblicksweise vorgestellt. Schlüsselwörter: Komplextheorie, Dissoziation, Ego-State, Traumatherapie, Integration, Selbstanteile.

Autor/innen-Biografie

Reiner Seibold

Klinische und Gesundheitspsychologin, Arbeitspsychologin, Psychodrama-Psychotherapeutin, Supervisorin, EMDR- und Trauma-Behandlerin; freie Praxis für Psychologische Diagnostik, Behandlung und Psychotherapie, Lehrtätigkeit an der Med.-Univ. Graz. Arbeitsschwerpunkte: Trauma, Essstörungen, Gender in Psychologie und Psychotherapie

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Seibold, Reiner. 2012. „Ego-State-Therapie in Der Psychotraumatologie“. Journal für Psychologie 19 (3). https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/93.