Prozesstheorie der Elternschaft. Grundlage zur Reflexion und Offenlegung von Elternschaftskonzepten in Forschung und Berufspraxis

Autor/innen

  • Désirée Waterstradt

Schlagworte:

Elternschaft, Elternidentität, Familie, Habitus, Gender, Generativität, Macht

Abstract

Bislang verfügen Forschung und Berufspraxis über kein expliziertes Elternschaftskonzept, sondern können lediglich auf unhinterfragte Vorstellungen von Elternschaft zurückgreifen, diese hilfsweise systematisieren und durch theoretische Fragmente ergänzen. Statt die Orientierung in Hinblick auf Elternschaft zu verbessern, wird so die Normativität der Diskurse über Elternschaft ungewollt fortgeschrieben. Dieser Beitrag skizziert eine theoretische Beschreibung von Elternschaft, basierend auf der Prozesstheorie von Norbert Elias. Elternschaft wird darin nicht nur als psycho-soziales Prozessphänomen von Individuen verstanden, sondern zugleich als langfristiger psycho-sozialer Metaprozess von Gesellschaften, den Menschen über ihre Beziehungsgeflechte sozialhistorisch miteinander bilden. Über diesen unverzichtbaren Kernprozess der Elternschaft gewährleisten Gesellschaften ihre Generativität und prägen damit jeweils Kanon, zugehörige Ideale und Habitus der Elternschaft.

Autor/innen-Biografie

Désirée Waterstradt

Dr. Désirée Waterstradt, Kommunikationsberaterin und Assoziiertes Mitglied am Institut für Transdisziplinäre Sozialwissenschaft der PH Karlsruhe; Wissenschaftlicher Arbeitsschwerpunkt: Elternschaftsforschung.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Waterstradt, D. (2012). Prozesstheorie der Elternschaft. Grundlage zur Reflexion und Offenlegung von Elternschaftskonzepten in Forschung und Berufspraxis. Journal für Psychologie, 24(1). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/391