Studierende Eltern. Im Spannungsfeld geschlechteregalitärer Ideale und traditioneller Geschlechterrollen?

Autor/innen

  • Maika Böhm
  • Philipp Franz
  • Silja Matthiesen

Schlagworte:

Elternschaftsarrangement, familiäre Arbeitsteilung, Familiengründung im Studium, Geschlechterverhältnis, halbstrukturierte Leitfadeninterviews, Telefoninterview, qualitative Inhaltsanalyse

Abstract

Die Prozesse der Familiengründung haben sich in den letzten Jahrzehnten bei hochgebildeten Erwachsenen biografisch zunehmend nach hinten verlagert und Familien- und Elternschaftsmodelle unter anderem aufgrund der rechtlichen Gleichstellung der Geschlechter und zunehmenden Erwerbsbeteiligung von Frauen diversifiziert. Dennoch führt die Geburt eines ersten Kindes auch in bis dahin egalitären Partnerschaften häufig zu einer Traditionalisierung geschlechtlicher Arbeitsteilung. Anhand leitfadengestützter Interviews mit 16 Studentinnen, die bereits ein Kind haben, werden einerseits die Entscheidungsprozesse beleuchtet, die zu einer Familiengründung im Studium führen. Andererseits wird das partnerschaftliche Elternschaftsarrangement in den ersten Lebensjahren des Kindes im Hinblick auf die Frage analysiert, welchen Einfluss geschlechteregalitäre Ideale und traditionelle Geschlechterrollen in der Gruppe hochgebildeter Eltern haben.

Autor/innen-Biografien

Maika Böhm

Maika Böhm promoviert an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel über »Sexual- und Beziehungserfahrungen junger Erwachsener«, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Redaktionsmitarbeiterin der Zeitschrift für Sexualforschung. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind sozialwissenschaftliche Sexual- und Geschlechtertheorien sowie Sexualität, Geschlecht und Generativität als Themen in der Sozialen Arbeit.

Philipp Franz

Philipp Franz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Helmut Schmidt Universität (Universität der Bundeswehr Hamburg), Fakultät für Geistes- und Sozialwissenschaften, Soziologie u.b.B. der Mikrosoziologie. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Jugend- und Familiensoziologie, sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Subjekt- und Identitätstheorien, Männlichkeiten.

Silja Matthiesen

Dr. Silja Matthiesen ist Forschungsleiterin am Institut für Sexualforschung und Forensische Psychiatrie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf und Leiterin der sexualpädagogischen Abteilung der pro familia Hamburg. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift für Sexualforschung. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Jugendsexualität und Jugendschwangerschaften sowie der sozialer Wandel der Sexualität.

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Veröffentlicht

22.02.2012

Zitationsvorschlag

Böhm, M., Franz, P., & Matthiesen, S. (2012). Studierende Eltern. Im Spannungsfeld geschlechteregalitärer Ideale und traditioneller Geschlechterrollen?. Journal für Psychologie, 24(1). Abgerufen von https://journal-fuer-psychologie.de/article/view/395