Neuformulierungen linearer Zeitlichkeit

Eine Untersuchung von Zeitkonstruktionen am Beispiel einer trans_biografischen Erzählung

Autor/innen

  • Mael Boenig

DOI:

https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-51

Schlagworte:

Transgeschlechtlichkeit, Biografie, Zeit, Selbstermächtigung, Chrononormativität, Cisnormativität, Trans Studien

Abstract

Viele trans und nichtbinäre Menschen teilen die Erfahrung, ihr eigenes Geschlechtsein sowohl in Relation zur vorherrschenden Geschlechterordnung als auch im Kontext der eigenen Biografie einordnen und begründen zu müssen. Um die eigene Lebensgeschichte erzählbar zu halten, ist es oft notwendig, auf bestimmte Erzählmuster zurückzugreifen, die wesentlich durch eine Verschränkung chronound cisnormativer Logiken geprägt sind. Am Beispiel eines biografisch-narrativen Interviews werden in dem Beitrag spezifische Verzeitlichungslogiken in trans_biografischen Narrationen rekonstruiert. Dabei zeigt sich, dass Chronound Cisnormativität zwar einen Referenzrahmen für biografische Selbsterzählungen darstellen, jedoch nicht zwangsläufig übernommen, sondern selbstermächtigend angeeignet und transformiert werden können.

Autor/innen-Biografie

Mael Boenig

Mael Boenig ist Geschlechterforscher_in (M.A) und Sozialarbeiter_in (B.A.). In Forschung, Lehre und Communityarbeit beschäftigt dey sich mit trans_queerem Leben, mit Machtverhältnissen, Empowerment und Gesundheit, queerer Biografieforschung sowie dialogischen Forschungskonzeptionen.
34145

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Zitationsvorschlag

Boenig, Mael. 2026. „Neuformulierungen Linearer Zeitlichkeit: Eine Untersuchung Von Zeitkonstruktionen Am Beispiel Einer trans_biografischen Erzählung“. Journal für Psychologie 34 (1):51-69. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-51.