»Also, das war unterbewusst eigentlich schon immer da«

Nachträglichkeit und Diskontinuitäten in jugendlichen trans Biografien

Autor/innen

  • Janos Erkens

DOI:

https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-70

Schlagworte:

trans, Transjugendliche, Nachträglichkeit, Geschlechtsidentität, Tiefenhermeneutik

Abstract

Der Beitrag untersucht, wie trans Jugendliche und junge Erwachsene ihre Lebensgeschichten vor dem Hintergrund diskursiver Verschiebungen im Feld von trans rekonstruieren. Ausgehend vom psychoanalytischen Konzept der Nachträglichkeit sowie Laplanches Verständnis von Geschlecht als nie final abgeschlossener Lösung »rätselhafter Botschaften« wird gefragt, wie Diskontinuitäten – Pubertät, inneres Coming-out, Transition – retrospektiv in kohärente Biografien überführt werden. Die empirische Grundlage bilden drei biografische Narrative Interviews mit jungen trans Menschen, die in einer tiefenhermeneutischen Interpretationsgruppe analysiert wurden. Die Analyse machte Spannungen zwischen der Pluralisierung von trans Lebensweisen, fortbestehenden Identitätsgeboten und normativen familiären wie gesellschaftlichen Erwartungen deutlich.

Autor/innen-Biografie

Janos Erkens

Janos Erkens, Dipl.-Soz., M.A. Psychosoziale Beratung und Recht, arbeitet als Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Erziehungswissenschaften an der Bergischen Universität Wuppertal und promoviert dort zur Social Media Nutzung von trans Jugendlichen. Zudem ist er als psychosozialer Berater in der Aidshilfe Frankfurt tätig und leitet dort u.a. eine Gruppenangebot zum Thema Chemsex an.
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Zitationsvorschlag

Erkens, Janos. 2026. „»Also, Das War Unterbewusst Eigentlich Schon Immer da«: Nachträglichkeit Und Diskontinuitäten in Jugendlichen Trans Biografien“. Journal für Psychologie 34 (1):70-91. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2026-1-70.