»Die Sprachen sind instabile und ungeordnete Systeme«

Beobachtungen eines Sprachwissenschaftlers zur Sprachtheorie Karl Bühlers

Autor/innen

  • Federico Albano Leoni

DOI:

https://doi.org/10.30820/0942-2285-2021-2-120

Schlagworte:

Segmentale Phonologie, Physiognomie, Gestalt, Zeigfeld, Relevanz, Armut des Stimulus, Sprachspiel

Abstract

In diesem Beitrag wird Bühlers Sprachtheorie vom Standpunkt eines Linguisten gelesen. Einigen noch aktuellen und noch nicht vollständig ausgeschöpften Themen der Sprachtheorie wird dabei besondere Aufmerksamkeit geschenkt: a) der Kritik am segmentalen phonologischen Modell; b) dem von Bühler benutzten physiognomischem Modell und dem Gesichtspunkt der Gestalt bei der Diskussion der Lautform der Sprache und der damit erneuerten Sicht auf den Begriff der Relevanz; c) der Theorie der zwei Felder und der Kooperation zwischen dem symbolischen und dem deiktischen Feld; d) der Kritik am Argument von der »Armut des Stimulus«; e) der Rolle des Hörers; und f) dem Begriff des »Sprachspiels«.

Autor/innen-Biografie

Federico Albano Leoni

Federico Albano Leoni, ist ordentlicher Professor für Sprachwissenschaften an den Universitäten zu Neapel (Federico II, 1975–2005) und Rom (Sapienza 2005–2011), emeritiert. Seine Arbeitsschwerpunkte sind: Vergleichende und allgemeine Sprachwissenschaft, Phonologie, gesprochene Sprache, Geschichte der Sprachwissenschaften.
120-138 34075

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Veröffentlicht

08.12.2021

Zitationsvorschlag

Leoni, Federico Albano. 2021. „»Die Sprachen Sind Instabile Und Ungeordnete Systeme«: Beobachtungen Eines Sprachwissenschaftlers Zur Sprachtheorie Karl Bühlers“. Journal für Psychologie 29 (2):120-38. https://doi.org/10.30820/0942-2285-2021-2-120.